Name: Neocaridina palmata/ Marmor-Zwerggarnele

Familie: Atyidae

Herkunft: Südchina

pH-Wert: 6-8
Temperatur: 15-25° C
Gesamthärte: <20°
Karbonathärte: 3-15°

Länge: W:25mm M:20mm
Besatz: Gruppen ab mindestens 10 Tiere
Verhalten: friedlich

Aussehen:
dunkle Flecken auf hellem Untergrund. Ansonsten recht Variabel was die Färbung angeht. Einige werden leider auch eingefärbt, und dann zB als blaue Garnele verkauft. Der Nachwuchs ist natürlich nicht blau.

Geschlechtsunterschiede:
Die Unterscheidung der Geschlechter ist relativ einfach . Das auffälligste Merkmal dazu sind die Bauchtaschen der Weibchen am Hinterleib. Dadurch sehen diese allgemein auch etwas fülliger aus. Wenn die Tiere älter sind, kann man die Männchen auch an der geringeren Größe erkennen. Weibchen zeigen einen Laichansatz im Nacken, welcher auch Nackenfleck genannt wird. Weibchen sind kräftiger gefärbt als Männchen.

Becken/Haltung:
Bei entsprechender Gruppengröße lassen sich die Tiere durchaus schon in 25 Liter Becken halten. Besonderes Augenmerk sollte man bei der Einrichtung auf dichte Bepflanzung (gerne feinfiedrige Pflanzen) und reichlich Versteckmöglichkeiten richten.

Fütterung:
Generell gibt es wenig, was sie nicht essen. Besonders zu empfehlen sind Gemüsebeigaben (am besten kurz überbrühen) z.B.: Paprika, Kohlrabistücken/-blätter, Broccoli, Tomaten, Möhren, Gurken. Die meisten Trockenfuttersorten werden ebenfalls gerne genommen. Idealerweise sollte das Futter eher pflanzliche Proteine enthalten.

Vermehrung:
Die Weibchen produzieren die Eier im Nacken, wo sie dann 3-4 Wochen lang heranreifen.
Bei der nächsten Häutung geben sie Lockstoffe ab, die die Männchen wahr nehmen, und sie sich auf die Suche nach dem Weibchen machen.
Dies nennt man auch Paarungsschwimmen/Suchschwimmen.
Das Männchen befruchtet das Weibchen dann indem es ein Samenpaket hinterlegt. Kurze Zeit später trägt das Weibchen dann die Eier in den Bauchtaschen zwischen den Schwimmbeinen zwischen 3 und 4 Wochen je nach Temperatur. Es schlüpfen 20-40 fertig entwickelte Jungtiere.

Besonderheiten:
Die Vergesellschaftung sehr kleinen Fischen ist gewöhnlich unkompliziert. Vergesellschaftung mit größeren Fischen (ausgenommen Welse) sollte vermieden werden. Zur Zucht sollten man eher Artenbecken verwenden, da auch für kleine Fische die jungen Garnelen handliche Beute sind.

Ebenso gibt es noch die sogenannte Nektrarinengarnele. Diese sind Wildfänge, die einen Orangeleuchtenden Nacken haben. Das sind eingeschlossene Cysten eines Parasiten. Die Garnele wirkt dort nur als Zwischenwirt. Die Nachzuchten der Garnele zeigen diesen Orangenen Fleck nicht mehr.


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