Hier möchte ich euch etwas über die Aquaristik zeigen und erzählen.
Leider sehen viele die Aquaristik als Statussymbol und/oder Trend an. Die ist meist zu lasten der Tiere, da die Menschen sich darüber nicht erst informiert haben.
Bevor man sich das Becken und die Fische anschafft muss man sich erstmal im klaren sein welche Verantwortung man eingeht.
Als erstes sollte man den Standort wählen. Er sollte keine direkte Sonneneinstrahlung haben und an einer ruhigen Stelle sein.
Dann sollte man beim zuständigen Wasserwerk die Wasserwerte erfragen um danach die Fische aussuchen zu können.
Jeder Fisch hat andere Ansprüche und über diese sollte man sich erkundigen.
In welchen Wasserwerten fühlt er sich wohl?
Wie groß wird er?
Wie groß sollte mindestens das Becken sein?
Lebt er lieber im Schwarm, Gruppe, Harem oder als Paar?
Wie sollte das Becken eingerichtet sein?
Mit welchen anderen Fischen und Wirbellosen kann ich ihn vergesellschaften?
Die ungefaire Faustformel für die Beckenmindestgröße bei Fischen ist:
10fache länge des ausgewachsenen Fisches. Das heißt wird der Fisch 10cm groß sollte das Becken mindestens 100cm Kantenlänge haben. Allerdings unterscheidet man da noch nach verhalten ob es eher „Steher“ oder „Schwimmer“ sind. Ebenso nach den Bedürfnissen, ob Gruppentier, Schwarm, Einzelgänger usw.
Wenn dies geklärt ist kann man sich das Becken anschaffen.
Dies stellt man dann auf und richtet es mit Bodengrund, Technik, Deko und Pflanzen ein.
Dann lässt man das Wasser ein. Ab jetzt muss das Becken für ca. 4-6 Wochen laufen, sprich, bis der Nitritpeak vorbei ist. Es müssen sich erst Bakterienkulturen im Filter ansammeln um später alles abbauen zu können.
Man kann den Filter auch animpfen, indem man Filterschlamm eines eingefahrenen Beckens in den Filter tut. Das beschleunigt den Nitritpeak.
Um diesen zu überwachen und auch für die gesamte Aquaristikzeit ist ein Nitrittest (NO2) unumgänglich.
Allgemein sollte man immer folgende Tests im Haus haben:
PH; KH; GH; NO3; NO2
Diese gibt es meist günstig als Kofferset. Wobei ich sagen muss dass der NO2 Test von JBL am besten ist, da er meines Wissens der einzige ist der bis 0 testet. Alle anderen zeigen als geringste Dosis <0,3 an. Vor allem sollten es Tröpfchentest sein, da die Stäbchen eher Ratstäbchen sind. Sie sind einfach zu ungenau und das kann wieder ein Nachteil für die Tiere sein.
Man sollte auch nicht sofort alle Fische einsetzen sondern nach und nach, mit einem abstand von ca. einer Woche, damit die Bakterien zeit haben sich an zupassen und zu vermehren.
Ich hoffe ich habe euch ein bisschen helfen können. Ich könnte zwar noch weiter ausholen, aber das müsste für Einsteiger erstmal reichen. Näheres könnt ihr auch bei mir im Forum erfragen, wo ich hauptsächlich aktiv bin. Aquaristik-live-Forum













